Naaf
 

Ein Traumgewässer inmitten eines Landschaftsschutzgebietes.
Klein aber fein.
Natur pur.

Der Naafbach ist ein 22,7 km langer, orografisch linker Nebenfluss der Agger in Nordrhein-Westfalen, Deutschland.

Die Quelle des Naafbaches liegt auf der Grenze zwischen Rheinisch-Bergischen-Kreis und Rhein-Sieg-Kreis an der Südflanke des Heckberges (383 m) auf 291 m ü. NN. Die im Westen liegende, zu Overath gehörenden, Ortslage Siebelsnaaf ist etwa 100 m, die im Osten liegende, zu Much gehörende, Ortschaft Esinghausen ist etwa 600 m entfernt. Von hier aus fließt der Naafbach vorrangig Richtung Südwesten, kommt an Abelsnaaf, Sommelnaaf, und Breitenstein vorbei. Dabei bildet er die Kreisgrenze bis sich sein Lauf bei Viersbrücken nach Süden wendet. Bei Ingersauel wendet sich die Flussrichtung nach Südwesten. Nach 22,7 km Lauf mündet der Naafbach auf 66 m ü. NN bei Kreuznaaf in die Agger. Auf seinem Weg hat der Fluss 225 m Höhenunterschied überwunden, was einem mittleren Sohlgefälle von 9,9 ‰ entspricht.

Nebenflüsse :
Im folgenden werden die Nebenflüsse des Naafbachs genannt. Angegeben wird die orografische Lage, der Ort der Mündung und die Mündungshöhe.
  • Birkenbach (links) bei Fischermühle auf 178 m ü. NN
  • Ölbach (links) bei Fischermühle auf 173 m ü. NN
  • Kleiner Naafbach (rechts) bei Blindenaafer Mühle auf 152 m ü. NN
  • Holzbach (links) bei Kuckenbach auf 112 m ü. NN
  • Siefenbach (rechts) bei Ingersauel auf 104 m ü. NN
  • Wenigerbach (links) bei Wahlen auf 84 m ü. NN
Fauna :
Im Naafbach sind Groppe und Bachneunauge heimisch. Außerdem ist der Naafbach Besatzbach für die Wiederansiedlung des Lachses. Im Naafbachtal sind der Rote Milan, Eisvogel, Schwarz- und Grünspecht zu beobachten.

Flora :
Hainsimsen-Buchenwald, Sternmieren-Eichen-Hainbuchenwald und Erlen-Eschenwald wechseln mit Weiden und Mähwiesen ab. Hier gedeihen Rohrglanzgras-Röhricht, Seggenriede und Mädesüß.

Talsperre :
Zur Trinkwasserversorgung der Städte Köln und Bonn waren bereits um 1930 Planungen im Gange, den Naafbach aufzustauen und als Trinkwassertalsperre zu nutzen. Hierdurch unterblieben größere Bautätigkeiten im Tal.
1973 gab es feste Planungen, mit dem Talsperrenbau 1980 zu beginnen. 1985 wäre dann die Fertigstellung avisiert gewesen. Über entsprechende Landesmittel erwarb der beauftragte Aggerverband die dortigen Immobilien zu 60 Prozent.
Nach Bürgerprotesten wurde dann die Erforderlichkeit des Talsperrenbaus in Frage gestellt und die Planungen nicht weiter vorangetrieben. Um 1980 wurden alle schützenswerten Anwesen und Häuser im Naafbachtal unter Denkmalschutz gestellt, 1982 wurde das Naafbachtal mit Nebentälern unter Naturschutz gestellt.
1985 wurden die Landesmittel für die Talsperre eingestellt, die Option eines Talsperrenbaus bleibt aber weiterhin bestehen.

Naafbachtal
Daten
Lage
Länge
22,7 km
291 m ü. NN
Vor Donrath in die Agger
66 m ü. NN
Höhenunterschied
225 m
fast 46 km²

 Info von Wikipedia

Die Bilder wurden aufgenommen am 01.02.2008.
Der Wasserstand ist durch den Regen bedingt viel zu hoch 
und leider auch zu verschmutzt